Neues Werkverzeichnis zu Paul Kleinschmidt

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VAN HAM Art Publications bittet Sie um Ihre Mithilfe: Bitte wenden Sie sich mit Hinweisen zu bisher nicht erfassten Originalen an publications@van-ham.com. Genauso wichtig wie bislang nicht erfasste Werke sind reproduktionsfähige Abbildungen zu bereits bekannten Werken. Selbstverständlich behandeln wir alle Informationen vertraulich.

VAN HAM Art Publications widmet sich derzeit einem neuen und spannenden Projekt: der Erstellung des Werkverzeichnisses zu Paul Kleinschmidts Gemälden und Arbeiten auf Papier. Der neue Catalogue Raisonné entsteht auf Grundlage der 1977 veröffentlichten Dissertation "Paul Kleinschmidt 1883 - 1949" von Dr. Barbara Lipps-Kant. Die Erarbeitung erfolgt darüber hinaus in Zusammenarbeit mit den Nachfahren von Paul Kleinschmidt und der Paul Kleinschmidt Gesellschaft e.V.

VAN HAM Kunstauktionen hat sich mit dem eigenen Verlag VAN HAM Art Publications der Kunstforschung verschrieben und leistet so einen wichtigen Beitrag für die Vernetzung von Wissenschaft und Kunstmarkt. Die dokumentarische und wissenschaftliche Arbeit stärkt zudem das vertrauensvolle Verhältnis zwischen Käufern und Verkäufern. Dieser Catalogue Raisonnée zu Paul Kleinschmidt wird Forschung, Museen, Sammlern und Kunsthandel als maßgebliche Informationsquelle zu dem bedeutenden und höchst eigenständigen deutschen Maler dienen. Ziel ist es, die gesamten Gemälde und Arbeiten auf Papier Paul Kleinschmidts zu erfassen.

Paul Kleinschmidt gehört zu den Wegbereitern der Modernen Kunst in Deutschland und dennoch ist sein außergewöhnliches Werk in den Hintergrund geraten. Kleinschmidts Bildwelt wird beherrscht durch die Frauen, dargestellt als moderne Monumente der Weiblichkeit. Sie sind Bardamen, Kellnerinnen, Dirnen,Tänzerinnen und Zirkusreiterinnen drapiert mit erotischen Accessoires oder Tortenbuffets.

Seine Werke entwickelt er aus der Farbe heraus- dabei fixiert er in einer ungewohnten Direktheit die Dinglichkeit als pastos aufgetragene Farbe, die dabei zur satten Körperlichkeit wird.
Der aus einer Künstlerfamilie stammende Maler Paul Kleinschmidt, geboren 1883, lernte an den Künstler-Akademien in Berlin und München. Er beteiligte sich an den Ausstellungen der Berliner Sezession, zu deren Mitgliedern er auch private Freundschaften pflegte. Die erste Einzelausstellung gab es 1923 in Berlin, es folgen Ausstellungen in der Galerie Gurlitt und in der Galerie Flechtheim.

1927 machte er mit dem amerikanischen Kunstsammler Erich Cohn eine wichtige Bekanntschaft, denn durch den neuen Mäzen kamen auch Kleinschmidts Ausstellungen in den USA zustande. Auch der bedeutende Sammler Ismar Littmann zählte zu seinen ersten Sammlern und Förderern.

Während des Krieges wurde sein OEuvre der sogenannten Entarteten Kunst zugeordnet, beschlagnahmt und zum Teil in der Ausstellung "Entartete Kunst" gezeigt. Nach einem erfolglosen Emigrationsversuch wurde Kleinschmidt mit einem Malverbot belegt. Paul Kleinschmidt starb 1949 und hinterließ rund 430 Gemälde und über 700 Arbeiten auf Papier. Aufgrund der starken Resonanz nach der ersten Bekanntgabe des Projekts ist jedoch von einer erheblichen Erweiterung des Werkverzeichnisses auszugehen.

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